Deutsches Rotes Kreuz wirbt Fördermitglieder

In den nächsten Tagen kann es vorkommen, dass Mitarbeiter vom DRK an Ihrer Haustür klopfen. Was hinter der Fördermitgliedschaft steckt.

Im ersten Moment bekommt man vielleicht einen Schreck, wenn einer der Männer in der leuchtend roten Jacke vor der Haustür steht. Die fünf Herren, die in diesen Tagen durch die Straßen von Brotterode-Trusetal ziehen, wollen Fördermitglieder für das Deutsche Rote Kreuz e.V. (DRK) werben.

Manchmal, wenn man sich verquatscht, könne es passieren das man für eine Straße mal einen ganzen Tag braucht, erzählt Hans Ulrich Waier. Ihm gefällt, dass er so viele verschiedene Leute kennenlernt. In den Vortagen war er in Breitungen und Schmalkalden unterwegs. „Ich bin manchmal bei der Straße schon fast fertig, da ist Hans erst beim zweiten Haus", erzählt einer der Männer. Am Tag sprechen sie dann manchmal nur mit 5 bis 15 Leuten, schätzt einer.

Die meisten von ihnen machen das in den Semesterferien, „aber nicht alle sind Studenten", sagt Leonard Märkel. Die fünf jungen Männer kommen aus Coburg, Leipzig, Jena, Erfurt und Berlin. Alle paar Wochen wechseln sie sich mit ihren Kollegen ab. „Ich finde es gut, wenn sich so junge Leute engagieren", lobt Brotterode-Trusetals Bürgermeister Kay Goßmann, der auch Vizepräsident vom Kreisverband ist. Er hat die DRK-Leute am Donnerstagmorgen ins Rathaus eingeladen, um einmal persönlich mit ihnen zu sprechen.

An jeder zweiten Haustür gehe es um Politik, „auch wenn wir damit eigentlich nichts zu tun haben", sagt Leonard Märkel, der seit einem halben Jahr in Berlin wohnt. Beim DRK stehe der Mensch und die Menschlichkeit im Vordergrund, erklärt der junge Mann in der roten Jacke. Aber genau diese Gespräche liebe er an seinem Beruf. „Man bekommt ein breites Bild von der Bevölkerung", berichtet er aus seinem Alltag.

Skepsis und Geld seien Gründe, warum sich Leute gegen eine Fördermitgliedschaft entscheiden. Man kann entweder eine einmalige Spende über die Webseite des Verbandes tätigen oder einen regelmäßigen Betrag spenden. Planbarkeit sei manchmal ein Faktor, warum Leute nicht spenden, erklärt Arian Klanther. Ihnen geht es neben Fördergeld auch darum, neue Vereinsmitglieder zu werben.

„1000 Mal ein Euro sind auch schon 1000 Euro", erklärt Arian Klanther den Leuten manchmal. Auf die Höhe des Betrags komme es nicht an, aber wenn jeder nur einen Euro spenden würde, „wäre das für das DRK eine Große Sache", sagt er. Über Social Media haben sie vorab versucht, die breite Masse zu erreichen. Mundpropaganda und die Posts in den Whatsapp Statusen seien aber das, was wirklich gute Werbung für das DRK mache.

Der Beitrag kann individuell festgelegt werden. Bei der Jahresfördermitgliedschaft zahlt man 36 Euro im Jahr. Das Ganze startet dann am 25. Oktober. Man hat also nochmal vier Wochen Bedenkzeit und wird nicht „an der Tür festgenagelt", so Leonard Märkel. Gerade weil man meist nur eine Person an der Haustür antrifft, Ehepaare aber solche Entscheidungen miteinander besprechen wollen.

Etwa zwei bis drei Tage sind die Männer unterwegs, maximal vier, schätzen sie.

DRK wirbt Fördermitglieder

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